Von fiktiven Wirklichkeiten und der Unproduktivität des Spielens

mysteryagents_1_29-12-2015
Bei den Mystery Agents – Live Escape Games Recklinghausen – schlüpfen die Spieler in die Rolle von Spezialagenten, die eine geheime, paranormale Mission zu erfüllen haben. Dazu haben sie nur 60 Minuten Zeit, sonst ereilt sie der unheilvolle „Fluch des Pharao“.

Grundlegenden Regeln jedes Live Escape Games auf der Spur

Wie beschreibt man einem Menschen, der es noch nie ausprobiert hat, was ein Live Escape Game ist und was seine Faszination ausmacht? Tja, da tun sich selbst Profis schwer. Daher fangen wir mal ganz allgemein mit den Regeln an…

Welchen Regeln folgt ein Live Escape Game? Die Antwort ist nicht verblüffend: Es gelten die gleichen fundamentalen Regeln wie bei jedem Spiel! Einer, der’s genau wusste, war der französische Soziologe und Philosoph Roger Caillois (1913–1978):
 
mysteryagents_grafik_symbole1. Freiwillige Zusammenkunft der Spieler.
2. Spielen ist unproduktiv.
3. Räumlich und zeitlich begrenztes „Ereignis“.
4. Durch Regelwerk festgelegter Ablauf.
5. Man lebt während des Spiels in einer fiktiven Wirklichkeit.
6. Offener Ablauf und ungewisses Ende. 

Ist Spielen wirklich unproduktiv?

Na, klar, auch unsere Escape Games ist den Regeln von Roger Caillois unterworfen. Besonders die Punkte 3 und 5 treffen 100%ig zu. Wie fast alle Live Adventure sind unsere Missionen auf eine Stunde begrenzt. Soviel Zeit bleibt Euch maximal zum Lösen aller Rätsel und zum erfolgreichen Entkommen. Beim Thema „fiktive Wirklichkeit“ haben wir uns ganz besonders ins Zeug gelegt: Ihr spielt in der Rolle von Agenten einer geheimen Landesbehörde, die paranormale Gefahren untersucht und beseitigt. Bei Regel 2 müssen wir allerdings anmerken, dass nachhaltiger Spaß, Team-Zugehörigkeit und Zusammenhalt sehr wohl Produkte/Ergebnisse unseres Escape Games sind… 🙂 Und zu Punkt 6 kann man nur sagen: Das Ende ist sogar sehr gewiss – nach nur 60 Minuten ereilt Euch der dämonische „Fluch des Pharao“…

Live Escape: Für 60 Minuten das gewöhnliche Leben hinter sich lassen

Johan Huizinga (1872-1945),ein niederländischer Kulturhistoriker, hat übrigens Folgendes gesagt: „Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewusstsein des ‚Andersseins‘ als das ‚gewöhnliche Leben‘.“

Weitere Infos auf unserer Homepage: http://www.MysteryAgents.de

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